Mehr Online Schlichtungen in Europa

SchlichtungsfälleDem Jahresbericht 2015 des Europäischen Verbraucherzentrums zur Folge ist die Zahl der Onlineschlichtungen in 2015 gestiegen:

Die Centrale für Mediation schreibt dazu:

„10.250 grenzüberschreitende Beschwerden bearbeiteten die Juristen des Zentrums im vergangenen Jahr, von denen fast dreiviertel aller Fälle zu Gunsten der Verbraucher gelöst werden konnten. Der durchschnittliche Streitwert der Konflikte betrug 360,92 €. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer lag bei rund 43 Tagen. Vor allem in Bereichen wie Online-Shopping sowie Transport und Tourismus stießen Verbraucher auf Probleme. Unter dem Dach des Kehler Vereins finden sich nicht nur die Europäischen Verbraucherzentren Deutschland und Frankreich, die für sämtliche europäischen Verbraucherbelange zuständig sind, sondern auch der Online-Schlichter. Dieser hilft bei Schwierigkeiten mit Verträgen, die online in Deutschland abgeschlossenen wurden. Der Verein setzte 2015 daneben zahlreiche Projekte um, entwickelte unter anderem kostenlose Apps und veröffentlichte Broschüren.“

Die Grafik ist dem Jahresbericht entnommen.

Mediation für Führungskräfte?

Ein Interview mit meiner Vorstandskollegin Susanne Perker aus meiner Zeit als Vorstand beim Hamburger Institut für Mediation bei Zeit-Online.

„Lässt sich ein Streit unter Kollegen oder mit dem Chef nicht lösen, können Mediatoren weiterhelfen, sagt Schlichterin Susanne Perker. Aber es gibt einen Knackpunkt.“ —> mehr

Mehr Informationen zu Mediatoren in Hamburg finden Sie hier.

 

Neuer Mediationsverband

In der Region Rhein Ruhr tut sich etwas. Dort wird ein neuer Mediationsverband diskutiert, der „Zentralverband Mediation“.

In der Ankündigungsmail, die ich am 4.4. erhielt steht:

„Ein Verband, dessen Zweck es ist, seinen Mitgliedern ein Sprachrohr zu sein und ihnen die Möglichkeit einräumt, die Mediationslandschaft in Deutschland mitzugestalten. Außerdem soll der Verband seinen Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich als zertifizierter Mediator anerkennen zu lassen sobald die Rechtsverordnung beschlossen wurde.“

Auch die Satzung des Verbands  ist in der Mail veröffentlicht worden.

Mediationsrichtlinie. Stellungnahme der BRAK

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zur Anwendung der Richtlinie 2008/52/EG über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen hat die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) Stellung genommen.

Die Ziele der EU-Richtlinie sieht die BRAK als noch nicht erreicht an. Die BRAK vertritt dabei ausdrücklich die Position, dass Mediationsverfahren nicht obligatorisch sein sollen sondern weiterhin freiwillig erfolgen soll.Dagegen würde eine Förderung der Mediation z.B. durch Anreize bei den Gerichtsgebühren helfen.

Vorstellung Mediation in Diversity

Logo Mediation in Diversity

 

 

Mediation in Diversity (MiD) will allen Konfliktfällen möglichst konstruktiv und fair begegnen. MiD formuliert für sich den Standard, ungleiche Machtpositionen, Ressourcen sowie persönliche wie gesellschaftliche Benachteiligungen gleichermaßen zu berücksichtigen und auszugleichen.

Mediation in Diversity vermittelt daher in seinen Ausbildungsgängen neben Mediationskenntnissen auch die zentralen Aspekte verschiedener Diversity Ansätze. MiD ist der Überzeugung, dass nachhaltige und gerechte Lösungen nur unter Einbezug der Vielfalt in Herkunft, Alter, Geschlecht, Bildung, sexuellen Identitäten etc. möglich werden. Diversity Ansätze finden sich sowohl in Wirtschaftsunternehmen als auch in Non-Profit Organisationen wieder, um Unterschiede konstruktiv zu managen.

Ausbildung und Weiterbildung in Mediation bei Mediation in Diversity Berlin

Mediation in Diversity bietet eine berufsbegleitende zertifizierte Mediationsausbildung an, beginnend jeweils im September. Sie findet dabei einmal jährlich statt, um alle Teilnehmenden auch nach ihrer Grundausbildung bei ihren jeweiligen beruflichen Einstiegen in verschiedene Mediationsfelder begleiten zu können.

Die Inhalte der Ausbildung entsprechen den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation (BM®). Steffen Kanis als Ausbildungsleiter ist seit 2000 Mediator und bildet seit 2013 Mediator/innen aus. Die Größe der Ausbildungsgruppen orientiert sich dabei an einer Anzahl von 6 – 12 Teilnehmenden. Er und sein Ausbildungsteam unterstützen die Teilnehmer/innen gerne auch darin, ihre Anerkennung bei einem der Bundesverbände zu erlangen.

Mediation in Diversity ist nicht nur im Bildungsbereich fest verankert, sondern engagiert sich ebenso in ganz unterschiedlichen Projekten und Arbeitsfeldern.

Einige Beispiele hierfür sind:

  • fair.kiez
  • Schülermediationstage in Berlin und Brandenburg
  • AustauschBar

Informationen zu den aktuellen Aktivitäten und Ausbildungen erhalten Sie in unserem Portal unter www.mediation.de/ausbildung oder auf der Homepage von Mediation in Diversity .

OLG Frankfurt – Keine Zwangsmediation in den AGB von Versicherungen

Mediation aktuell berichtet in einem Beitrag über ein Musterverfahren der Rechtsanwaltskammer Berlin mit einem Rechtsschutzversicherer.

Im Urteil wird der

„beklagten RSV untersagt, Rechtsschutzversicherungsverträge zu verwenden, deren Versicherungsbedingungen (AGB) vorsehen, dass der Kunde in bestimmten Rechtsschutzbereichen

 

  • außergerichtlich nur die Kosten eines von der RSV ausgewählten Mediators bekommt,
  • für ein gerichtliches Verfahren Rechtsschutz erst dann erhält wenn er zuvor ein Mediationsverfahren erfolglos durchgeführt hat, das vor einem von der RSV ausgewählten Mediator versucht wurde.“

Mehr Informationen —> hier

Qualitätsverbund Mediation

Nachdem nun seitens des Justizministeriums die Rechtsverordnung zum „zertifizierten Mediator“ nicht so schnell zu erwarten ist, haben die Verbände die Initiative für einen Qualitätsverbund Mediation ergriffen. Der BMWA hat seine Mitglieder mit folgender Mail  und einem Mitgliederschreiben informiert

„Die Vorstände der 5 Mediations-Verbände mit über 6.000 Mitgliedern – BAFM, BM, BMWA, DFfM, DGM – halten es für dringend geboten einen „Qualitätsverbund Mediation“ zu schaffen. Seine Aufgabe soll sein, den Basisstandard der Mediation zu etablieren. Dies dient der Qualitätssicherung und der Markttransparenz. Ferner soll den Erfordernissen des Verbraucherschutzes Rechnung getragen werden, um das Vertrauen in die Mediation zu stärken.

Als Grundlage für den Basisstandard sollen die Elemente einbezogen werden, die sich über die letzten 20 Jahre bewährt haben. Das sind unter anderem: Ausbildungen im Umfang von mindestens 200 Zeitstunden durch qualifizierte Lehrende, ein angemessener Anteil davon Selbstreflexion und direkter Praxisbezug durch echte Mediations-Fälle.

Auf dem Weg der weiteren Ausgestaltung der Profession Mediation halten es die Vorstände für zielführend jetzt zu handeln. Damit möchten die Vorstände die Marktverantwortung der Mediationsverbände gemeinsam wertebildend wahrnehmen.

Der nächste Schritt wäre diesen Basisstandard zu entwickeln. Das bedeutet nicht die verbandseigenen Standards außer Kraft zu setzen.

Hierzu bitten wir Sie um Ihre Anregungen. Außerdem werden wir unsere verbandsinternen Gremien bitten, tätig zu werden. Wir werden Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Das nächste Treffen der verbandsübergreifenden Arbeitsgruppe findet am 9. November 2015 in Berlin statt.“

 

Vorstellung Zweisicht.Akademie

Zweisicht

Zweisicht ist ein Freiburger Beratungsunternehmen, das sich auf die Begleitung schwieriger Kommunikationsprozesse und auf die Entwicklung einer konstruktiven Zusammenarbeit spezialisiert hat. Als Praktiker mit langjähriger Expertise unterstützt Zweisicht Unternehmen, soziale Einrichtungen und den öffentlichen Dienst. Die langjährige Erfahrung im Umgang mit Konflikten sowie Konzepten und Methoden für eine effiziente und gleichzeitig faire Zusammenarbeit werden in der Zweisicht.Akademie weitergegeben. Zweisicht trainiert Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen rund um die Themen Kommunikation, Konfliktmanagement und Führung. Seit 2003 bildet Zweisicht in Wirtschaftsmediation nach den Standards und Ausbildungsrichtlinien des Bundesverbandes MEDIATION e. V. aus.

In der Ausbildung in Wirtschaftsmediation vermittelt Zweisicht fundierte Kenntnisse in der Anwendung von Mediation in Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen/Behörden und sozialen Einrichtungen mit einem Schwerpunkt auf Konflikten in Gruppen und (Projekt-) Teams. Neben den theoretischen und praktischen Grundlagen der Mediation erlernen die Teilnehmer/-innen verschiedenen Interventionsmethoden aus Kommunikation, Psychologie und Neurobiologie sowie Elemente aus der Organisationsentwicklung und Gruppendynamik.

Die Arbeitsweise in der Ausbildung:

  • Theoretische Grundlagen durch Vortrag, Moderation, Gruppenarbeit, Video, Literatur.
  • Handwerkszeug und professionelle Interventionstechniken durch Übungen, Fallbeispiele der Teilnehmenden, Rollenspiel, Feedback.
  • Reflexion und persönliches Wachstum durch Intervision in Kleingruppen, Supervision, Feedback und Selbsterfahrung in Bezug auf Ihr eigenes Konfliktverhalten

Zweisicht startet zweimal jährlich einen Ausbildungsgang in den Zweisicht Seminarräumen in Freiburg. Der Ausbildungsgang ist berufsbegleitend konzipiert und umfasst 23 Tage. Die Ausbildungsstunden sind entsprechend den Standards des Bundesverbandes Mediation e.V. auf 200 Zeitstunden Seminar, Supervision und Intervision aufgeteilt.

Für weitere Informationen stehen Ihnen Christian Bähner und Elke Schwertfeger telefonisch und persönlich gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Informationen zu den aktuellen Ausbildungen erhalten Sie in unserem Portal unter www.mediation.de/ausbildung oder auf der Homepage der Zweisicht.Akademie.